Alejandro Davidovich Fokina: andalusische Lässigkeit, slawischer Kampfgeist
Alejandro Davidovich Fokina wuchs in Rincón de la Victoria bei Málaga auf, wo er am 5. Juni 1999 geboren wurde – und ist doch nur zur Hälfte Spanier. Sein Vater Eduard Davidovich, ein ehemaliger Boxer mit schwedisch-russischen Wurzeln, und seine russische Mutter Tatiana Fokina gaben ihm nicht nur seinen in Spanien ungewöhnlichen Doppelnamen mit, sondern offenbar auch das Kämpferherz, für das er auf der Tour bekannt ist. Aufgewachsen ist er trotzdem ganz andalusisch, am Mittelmeer, mit einer Gelassenheit abseits des Platzes, die man ihm zwischen den Ballwechseln nur selten ansieht. International tritt er dennoch ganz selbstverständlich für Spanien an – die Flagge, unter der er auch seine größten Erfolge feierte.
Mit dem Schläger in der Hand war Davidovich Fokina schon als Kind unterwegs, sein Talent zeigte sich früh auf der Jugendtour. 2018 gab er mit gerade einmal 19 Jahren sein Profidebüt und wurde in den folgenden Jahren von gleich mehreren namhaften spanischen Ex-Profis geformt: Mariano Puerta, Félix Mantilla und David Sánchez standen zeitweise in seiner Box, ehe José Clavet die Rolle als fester Coach übernahm und ihn bis heute begleitet.
Wer Davidovich Fokina einmal spielen gesehen hat, kennt sein größtes Markenzeichen: den Stoppball, den er aus praktisch jeder Position des Platzes zaubern kann und mit dem er selbst Top-Spieler regelmäßig auf dem falschen Fuß erwischt. Dazu kommen schnelle Beine, eine kraftvolle Vorhand und ein starker Return von seiner beidhändigen Rückhandseite – nicht zu vergessen hochemotionale Auftritte auf dem Court, die ihn zu einem der größten Entertainer der gesamten ATP Tour machen.
Karriere-Werdegang: Vom Grand-Slam-Viertelfinale zum ersten Masters-Finale
Seinen internationalen Durchbruch feierte Davidovich Fokina 2021 mit dem Einzug ins Viertelfinale der French Open, wo ihm erst Alexander Zverev ein Bein stellte. Ein Jahr später folgte der nächste große Schritt: Beim Masters-1000-Turnier in Monte-Carlo schlug er auf dem Weg ins Finale unter anderem Grigor Dimitrov und erreichte damit sein erstes Endspiel auf dieser Ebene, unterlag dort aber Stefanos Tsitsipas. Trotz der Niederlage war klar, dass der Spanier auch auf der ganz großen Bühne mithalten kann.
Karriere-Jahr 2025: Fünf Finals und die Rückkehr nach Monte-Carlo
Richtig konstant wurde es für Davidovich Fokina im Jahr 2025. Er kehrte ins Halbfinale von Monte-Carlo zurück, wo ihm diesmal Carlos Alcaraz den Weg versperrte, und stand binnen weniger Monate in gleich vier weiteren Endspielen – in Delray Beach, Acapulco, Washington und beim Hallenturnier in Basel. Auch bei den Australian Open lief es rund: Mit dem Einzug ins Achtelfinale, das er gegen Tommy Paul verlor, erreichte er sein bis dahin bestes Ergebnis Down Under. Titel gewann er 2025 zwar keinen einzigen, dafür aber jede Menge Ranglistenpunkte: Im November 2025 kletterte er auf Rang 14 der Weltrangliste, seine bis dahin beste Platzierung in der Karriere.
Durchbruch 2026: Der erste Titel und ein Fünfsatz-Krimi in Wimbledon
Nach einem erneuten frühen Aus bei den Australian Open 2026 – wieder gegen Tommy Paul – kam die Erlösung schließlich im Sommer. Beim Mallorca Open auf Rasen gewann Davidovich Fokina im sechsten Anlauf endlich seinen ersten ATP-Tour-Titel und setzte sich im Endspiel gegen den Amerikaner Ethan Quinn durch – ein Erfolg, den er selbst als Ergebnis jahrelanger mentaler Reifung beschrieb. Wenige Wochen später bestätigte er seine starke Form bei Wimbledon: Dort erreichte er das Achtelfinale, ehe er sich Félix Auger-Aliassime erst nach einem packenden Fünfsatz-Krimi geschlagen geben musste.
Alejandro Davidovich Fokinas Ausrüstung: Schläger, Saiten, Schuhe & Bekleidung bei Tennis-Point
Seinen Tennisschläger bezieht Davidovich Fokina von HEAD: Er spielt einen HEAD Extreme im markanten Design der Extreme-Serie – ein kopflastiges, spinfreundliches Modell, das genau zu seinem offensiven, auf Winkel und Tempo ausgelegten Spiel passt und ihm die nötige Power für seine explosive Vorhand gibt. Bespannt wird der Rahmen mit robusten HEAD Tennissaiten, die den Kontrollspielraum liefern, den ein risikofreudiger Spieler wie er braucht, ohne dabei das nötige Quäntchen Spin für seinen berühmten Stoppball zu verlieren.
Bei Schuhen und Bekleidung vertraut der Spanier seit 2024 auf adidas, nachdem er zuvor bis Ende 2023 mit Diadora unterwegs war. Auf dem Court trägt er aktuell Modelle aus der adidas Ubersonic-Reihe, die durch ihr geringes Gewicht und ihre hohe Stabilität bei schnellen Richtungswechseln überzeugen – ideal für seinen bewegungsintensiven Spielstil mit vielen abrupten Stopps und Sprints. Dazu kombiniert er aktuelle adidas Tennisbekleidung, die Style und Funktionalität vereint und ihm auch bei den emotionalsten Matches der Saison die nötige Bewegungsfreiheit lässt.
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